Allg. Geschäftsbedingungen

Stand: V/2011

 

I. Gel­tungs­be­reich

  1. Die Lie­fe­run­gen, Leis­tun­gen und An­ge­bo­te von HE­WI­TECH (Lie­fe­rant) er­fol­gen aus­schließ­lich auf Grund die­ser Ge­schäfts­be­din­gun­gen, so­fern der Be­stel­ler Kauf­mann, ei­ne ju­ris­ti­sche Per­son des öf­fent­li­chen Rechts oder ein öf­fent­lich-recht­li­ches Son­der­ver­mö­gen ist. Ge­gen­bes­tä­ti­gun­gen des Be­stel­lers un­ter Hin­weis auf sei­ne Ge­schäfts- bzw. Ein­kaufs­be­din­gun­gen wird hier­mit wi­der­spro­che.
  2. Spä­tes­tens mit der Ent­ge­gen­nah­me un­se­rer Lie­fe­rung durch den Be­stel­ler gel­ten die­se Ge­schäfts­be­dingungen als an­ge­nom­men, selbst wenn der Be­stel­ler zu­vor auf sei­ne Be­din­gun­gen ver­wie­sen hat.
  3. Ne­ben­ab­re­den und Zu­si­che­run­gen wie auch Er­gän­zungen des Ver­tra­ges be­dür­fen der Schrift­form. Das Schrift­form­er­for­der­nis dient der Be­weis­füh­rung.

 

II. An­ge­bot, Ver­trags­ab­schluss und Leis­tung

  1. Für Art und Um­fang der Lie­fe­rung ist die schrift­li­che Auf­trags­be­stä­ti­gung maß­ge­bend. Liegt ei­ne sol­che nicht vor, be­stim­men sich Art und Um­fang der Lie­fe­rung nach den bei­der­sei­ti­gen, über­ein­stim­men­den schrift­li­chen Er­klä­run­gen der Ver­trags­part­ner.
  2. Für rei­ne Kauf­ver­trä­ge sind die ver­ein­bar­ten Lie­fer­klau­seln nach den gel­ten­den IN­CO­TERMS 2000 aus­zu­le­gen.
  3. Tech­ni­sche An­ga­ben und Leis­tungs­be­schrei­bun­gen in Pros­pek­ten, Da­ten­blät­tern, Mus­tern oder den zum An­ge­bot ge­hö­ren­den Un­ter­la­gen sind so­fern sie nicht aus­drück­lich ver­trag­lich als ver­bind­lich ver­ein­bart wer­den nur an­nä­hernd maß­ge­bend, so­weit beim Lie­fer­ge­gens­tand nur han­dels­üb­li­che Ab­wei­chun­gen von die­sen Ei­gen­schaf­ten vor­lie­gen.
  4. Der Lie­fe­rant be­hält sich Än­de­run­gen auf Grund tech­ni­scher Neue­run­gen, neu­er Vor­schrif­ten oder ähn­li­che Ent­wick­lun­gen vor, der Lie­fer­ge­gens­tand so­wie des­sen Funk­tio­nen nicht nach­tei­lig ge­än­dert wer­den und die Ver­wend­bar­keit für den ver­trag­lich vor­ge­se­he­nen Zweck nicht be­ein­träch­tigt wird. Ei­ne Än­de­rung des Prei­ses tritt hier­durch nicht ein.
  5. Der Lie­fe­rant be­hält sich an Ab­bil­dun­gen, Zeich­nun­gen, Be­rech­nun­gen, Mus­tern und ähn­li­chen In­for­ma­tio­nen kör­per­li­cher und un­kör­per­li­cher Art - auch in elekt­ro­ni­scher Form - al­le Ei­gen­tums- und Ur­he­ber­rech­te vor; sie dür­fen Drit­ten nur mit schrift­li­cher Zu­stim­mung des Lie­fe­ran­ten zu­gäng­lich ge­macht wer­den und sind die­sem, wenn der Auf­trag dem Lie­fe­ran­ten nicht er­teilt wird, auf Ver­lan­gen un­ver­züg­lich zu­rück­zu­ge­ben.
  6. Bei Lie­fe­run­gen ins Aus­land ste­hen die Ver­pflich­tun­gen des Lie­fe­ran­ten un­ter dem Vor­be­halt, dass ge­ge­be­nen­falls er­for­der­li­che Ex­port­li­zenzen er­teilt wer­den.
  7. Ver­trag­li­che An­sprü­che sind sei­tens des Be­stel­lers oh­ne die schrift­li­che Zu­stim­mung des Lie­fe­ran­ten nicht über­trag­bar, so­weit nicht die Re­ge­lung des § 354 a HGB greift.
  8. So­weit die zu lie­fern­de Sa­che nur nach Gat­tungs­merk­ma­len be­stimmt ist, haf­tet der Lie­fe­rant nur dann auf Er­satz ei­nes Scha­dens, wenn er nicht nach­weist, dass er die Nicht­er­fül­lung, Ver­spä­tung der Lie­fe­rung oder die Man­gel­haf­tig­keit der Sa­che nicht zu ver­tre­ten hat.

 

III. Prei­se und Zah­lung

  1. Al­le Prei­se ver­ste­hen sich, wenn nicht an­ders an­ge­ge­ben in Eu­ro. Sie gel­ten - so­weit nicht an­ders im Ver­trag ver­ein­bart - "ab Werk" (EXW) aus­schließ­lich Ver­pa­ckung.
  2. Um­satz­steu­er ist nicht in den Prei­sen ein­ge­schlos­sen; sie wird in ge­setz­li­cher Hö­he am Ta­ge der Rech­nungs­stel­lung in der Rech­nung ge­son­dert aus­ge­wie­sen.
  3. Der Ab­zug von Skon­to be­darf der schrift­li­chen Ver­ein­ba­rung.
  4. So­fern nicht an­ders ver­ein­bart, ist der Kauf­preis in­ner­halb von 30 Ta­gen ab Rech­nungs­da­tum zur Zah­lung fäl­lig.
  5. Bei Lie­fe­run­gen ins Aus­land steht die Aus­lie­fe­rung der Wa­ren - so­fern nicht an­ders schrift­lich ver­ein­bart - un­ter dem Vor­be­halt der Stel­lung ei­nes un­wi­der­ruf­li­chen Ak­kre­di­tivs durch den Be­stel­ler zu Guns­ten des Lie­fe­ran­ten, be­stä­tigt durch ei­ne deut­sche Bank.
  6. In dem Fal­le ge­setz­lich zu­läs­si­ger oder ver­trag­lich ver­ein­bar­ter Ab­schlags­zah­lun­gen oder an­de­rer Ra­ten­zah­lun­gen kann der Lie­fe­rant das Ver­trags­ver­hält­nis au­ßer­or­dent­lich frist­los kün­di­gen, wenn der Be­stel­ler
    • für zwei auf­ei­nan­der fol­gen­de Ter­mi­ne mit der Zah­lung des Ab­schlags oder der sons­ti­gen Ra­te in Ver­zug ist oder
    • in ei­nem Zeit­raum, der sich über mehr als zwei Ter­mi­ne er­streckt, mit der Ent­rich­tung ei­nes Ab­schlags ei­ner sons­ti­gen Ra­te in Hö­he ei­nes Be­tra­ges in Ver­zug ist, der den Ab­schlag oder die Ra­te für zwei fäl­li­ge Ter­mi­ne er­reicht.
  7. Ein Zu­rück­be­hal­tungs­recht steht dem Be­stel­ler nicht zu.
  8. Ein Recht zur Auf­rech­nung kann der Be­stel­ler ge­gen­über den An­sprü­chen des Lie­fe­ran­ten nur dann gel­tend ma­chen, wenn der zur Auf­rech­nung ge­stell­te An­spruch un­be­strit­ten oder rechts­kräf­tig fest­ge­stellt ist.
  9. Die Prei­se des Lie­fe­ran­ten ba­sie­ren auf der zur Zeit der An­ge­bots­er­stel­lung gel­ten­den Kos­ten­si­tua­ti­on. Soll­te sich die Lie­fe­rung um mehr als vier Mo­na­te ab Ver­trags­schluss ver­schie­ben und soll­ten sich die Kos­ten für Löh­ne, Ma­te­rial, Ver­pa­ckungs­ma­te­ri­al, Fracht, Steu­ern oder Ab­ga­ben zwi­schen­zeit­lich er­höht ha­ben, so kann der ver­ein­bar­te Preis ent­spre­chend dem Ein­fluss der vor­ge­nann­ten Kos­ten­fak­to­ren an­ge­passt wer­den. Än­dert sich der Preis dem­nach um mehr als 5 Pro­zent ge­gen­über dem ver­tra­glich ver­ein­bar­ten Preis, hat der Be­stel­ler das Recht, vom Ver­trag zu­rück­zu­tre­ten, so­weit der Lie­fe­rant an ei­nem Prei­ser­hö­hungs­ver­lan­gen trotz An­kün­di­gung der Rück­tritt­sab­sicht des Be­stel­lers fest­hält.

 

IV. Fris­ten für Lie­fe­run­gen und Leis­tun­gen

  1. Ver­bind­lich­keit von Lie­fer­ter­mi­nen oder Lie­fer­fris­ten ist nur dann ge­ge­ben, wenn ei­ne dies­be­zü­gli­che aus­drück­li­che Er­klä­rung des Lie­fe­ran­ten er­folgt ist. Die­se be­darf zu Be­weis­zwe­cken der Schrift­form.
  2. Er­hält der Lie­fe­rant aus von ihm nicht zu ver­tre­ten­den Grün­den Lie­fe­run­gen oder Leis­tun­gen sei­ner Un­ter­lie­fe­ran­ten oder von Sub­un­ter­neh­mern trotz ord­nungs­ge­mäßer Ein­de­ckung nicht, nicht rich­tig oder nicht recht­zei­tig oder tre­ten Er­eig­nis­se hö­he­rer Ge­walt ein, so wird der Lie­fe­rant den Be­stel­ler recht­zei­tig in­for­mie­ren. In die­sem Fall ist der Lie­fe­rant be­rech­tigt, die Lie­fe­rung bzw. Leis­tung um die Dau­er der Be­hin­de­rung her­aus­ zu­ schie­ben oder we­gen des noch nicht er­füll­ten Teils vom Ver­trag ganz oder teil­wei­se zu­rück­zu­tre­ten, so­weit er sei­ner vor­ste­hen­den In­for­ma­ti­ons­pflicht nach­ge­kom­men ist und nicht das Be­schaf­fungs­ri­si­ko bzw. Hers­tel­lungs­ri­si­ko über­nom­men hat. Der hö­he­ren Ge­walt ste­hen gleich Streik, Aus­sper­rung, be­hörd­li­che Ein­grif­fe, Ener­gie- und Rohs­toff­knap­pheit, un­ver­schul­de­te Trans­por­teng­päs­se, un­ver­schul­de­te Be­triebs­be­hin­de­run­gen z. B. durch Feu­er, Was­ser und Ma­schi­nen­schä­den, und al­le sons­ti­gen Be­hin­de­run­gen, die bei ob­jek­ti­ver Be­trach­tungsweise nicht vom Lie­fe­ran­ten schuld­haft her­bei­ge­führt wor­den sind.
  3. Ist ein Lie­fer- bzw. Leis­tungs­ter­min oder ei­ne Lie­fer- bzw. Leis­tungs­frist ver­bind­lich ver­ein­bart oder wird auf Grund von Er­eig­nis­sen nach vor­ste­hen­dem Ab­satz Nr. 2 der ver­ein­bar­te Lie­fer- bzw. Leis­tungs­ter­min oder die ver­ein­bar­te Lie­fer- bzw. Leis­tungs­frist um mehr als vier Wo­chen über­schrit­ten oder ist bei un­ver­bind­li­chem Leis­tungs­ter­min das Fest­hal­ten am Ver­trag für den Be­stel­ler ob­jek­tiv un­zu­mut­bar, so ist der Be­stel­ler be­rech­tigt, we­gen des noch nicht er­füll­ten Teils vom Ver­trag zu­rück­zu­tre­ten. Wei­te­re Rech­te des Be­stel­lers, ins­be­son­de­re Scha­dens­er­satz­an­sprü­che, be­ste­hen in die­sem Fall nicht.
  4. Die Dau­er ei­ner vom Be­stel­ler zu set­zen­den Nach­frist wird auf drei Wo­chen fest­ge­legt, die mit Ein­gang der Nach­frist­set­zung beim Lie­fe­ran­ten be­ginnt.
  5. Kommt der Lie­fe­rant in Ver­zug, dann ist sei­ne Scha­dens­er­satz­haf­tung im Fal­le ein­fa­cher Fahr­läs­sig­keit auf 5 Pro­zent des Kauf­prei­ses be­grenzt. Wei­te­re An­sprü­che des Be­stel­lers blei­ben un­be­rührt.

 

V. Ge­fah­rü­ber­gang, Ab­nah­me

  1. Es gilt die Lie­fe­rung "ab Werk" (EXW).
  2. Die Ge­fahr geht auf den Be­stel­ler über, so­bald die Wa­re an den Fracht­füh­rer oder Spe­di­teur über­ge­ben wor­den ist oder zwecks Ver­sen­dung das Werk des Lie­fe­ran­ten ver­las­sen hat, und zwar un­ab­hän­gig da­von, ob die Über­ga­be bzw. Ver­sen­dung vom Er­fül­lungs­ort aus er­folgt, wer die Fracht­kos­ten trägt und wer den Trans­port durch­führt.
  3. Ist die Wa­re ver­sand­be­reit und ver­zö­gert sich die Ver­sen­dung oder Ab­nah­me aus Grün­den, die der Lie­fe­rant nicht zu ver­tre­ten hat, so geht die Ge­fahr mit dem Zu­gang der An­zei­ge der Ver­sand­be­reits­chaft auf den Be­stel­ler über.
  4. Wird der Ver­sand oder die Zu­stel­lung auf Wunsch des Be­stel­lers um mehr als ei­nen Mo­nat nach An­zei­ge der Ver­sand­be­reits­chaft ver­zö­gert, kann dem Be­stel­ler für je­den an­ge­fan­ge­nen Mo­nat La­ger­geld in Hö­he von 0,5 % des Rech­nungs­be­tra­ges, höchs­tens je­doch 5 % be­rech­net wer­den. Dem Be­stel­ler bleibt der Nach­weis ge­stat­tet, dass kei­ne oder nied­ri­ge­re La­ger­kos­ten oder Spe­sen an­ge­fal­len sind.
  5. Schul­det der Lie­fe­rant die Mon­ta­ge des Lie­fer­ge­gens­tan­des, trägt er die Ge­fahr bis zur Ab­nah­me der Leis­tung nur dann, wenn die Werk­leis­tung sich in sei­nem al­lei­ni­gen Ge­fah­ren- und Ein­fluss­be­reich be­fin­det.
  6. Für den Fall, dass die Leis­tung des Lie­fe­ran­ten ab­zu­neh­men ist, gilt sie spä­tes­tens als ab­ge­nom­men, wenn und so­weit
    • die vom Lie­fe­ran­ten ge­lie­fer­ten Sa­chen durch den Be­stel­ler nach der Ab­lie­fe­rung an ei­ne drit­te Par­tei ver­kauft oder zur Nut­zung über­las­sen wer­den
    • die vom Lie­fe­ran­ten ge­lie­fer­ten Sa­chen mit Ein­ver­ständ­nis des Be­stel­lers ver­ar­bei­tet oder mit an­de­ren Sa­chen ver­mischt oder ver­bun­den wer­den,
    • die vom Lie­fe­ran­ten ge­lie­fer­ten Sa­chen über ei­ne Er­pro­bung hi­naus ent­weder vom Be­stel­ler oder von ei­ner drit­ten Per­son mit Ein­ver­ständ­nis des Be­stel­lers ge­nutzt wer­den oder
    • die Leis­tung vom Kun­den des Be­stel­lers ge­gen­über dem Be­stel­ler ab­ge­nom­men wird.

 

VI. Ei­gen­tums­vor­be­halt

  1. Der Lie­fe­rant be­hält sich das Ei­gen­tum an den Lie­fer­ge­gens­tän­den bis zum Ein­gang al­ler Zah­lun­gen aus der Ge­schäfts­be­zie­hung mit dem Be­stel­ler vor. Der Ei­gen­tums­vor­be­halt er­streckt sich auch auf den an­er­kann­ten Sal­do, so­weit der Lie­fe­rant For­de­run­gen ge­gen­über dem Be­stel­ler in lau­fen­der Rech­nung bucht.
  2. In der Zu­rück­nah­me des ge­lie­fer­ten Ge­gen­stan­des durch den Lie­fe­ran­ten liegt ein Rück­tritt vom Ver­trag. Nach Rück­nah­me des Ver­trags­ge­gen­stan­des ist der Lie­fe­rant zur wei­te­ren Ver­wer­tung be­fugt, wo­bei der Ver­wer­tungs­er­lös - ab­züg­lich an­ge­mes­se­ner Kos­ten der Wie­der­ver­wer­tung - auf die Ver­bind­lich­kei­ten an­zu­rech­nen ist. Bei Pfän­dung des Lie­fer­ge­gens­tan­des ist der Lie­fe­rant oh­ne Frist­set­zung zum Rück­tritt vom Ver­trag be­rech­tigt. Bei Pfän­dun­gen oder sons­ti­gen Ein­grif­fen Drit­ter hat der Be­stel­ler den Lie­fe­ran­ten un­ver­züg­lich schrift­lich zu un­ter­rich­ten, da­mit die­ser ge­mäß § 771 ZPO Kla­ge er­he­ben kann.
  3. Die ge­lie­fer­ten Wa­ren, an de­nen dem Lie­fe­ran­ten Vor­be­halts­ei­gen­tum zu­steht, dür­fen vom Be­stel­ler nur im Rah­men ei­nes ord­nungs­ge­mä­ßen Ge­schäfts­gangs ver­äu­ßert wer­den; er tritt dem Lie­fe­ran­ten be­reits jetzt al­le For­de­run­gen in Hö­he des Fak­tu­ra-End­be­tra­ges ein­schließ­lich Mehr­wert­steu­er ab, die ihm aus der Wei­ter­ver­äu­ße­rung ge­gen sei­ne Ab­neh­mer oder ge­gen Drit­te er­wach­sen, un­ab­hän­gig da­von, ob der Lie­fer­ge­gens­tand oh­ne oder nach Ver­ar­bei­tung wei­ter ver­kauft wor­den ist. Die Be­fug­nis des Lie­fe­ran­ten, die For­de­rung selbst ein­zu­zie­hen, bleibt hier­von unbe­rührt.
  4. Bei Zah­lungs­ein­stel­lung durch den Be­stel­ler er­lischt die Be­rech­ti­gung zur Ver­äu­ße­rung. Es ist dem Be­stel­ler nicht er­laubt, Vor­be­halts­wa­re zu ver­pfän­den oder zur Si­cher­heit zu über­eig­nen.
  5. Wird der Lie­fer­ge­gens­tand mit an­de­ren, nicht dem Lie­fe­ran­ten ge­hö­ren­den Ge­gen­stän­den un­trenn­bar ver­mischt, so er­wirbt der Lie­fe­rant das Mit­ei­gen­tum an der neu­en Sa­che im Ver­hält­nis des Wer­tes des Lie­fer­ge­gens­tan­de­s zu den an­de­ren ver­misch­ten Ge­gen­stän­den zu dem Zeit­punkt der Ver­mi­schung. Dies gilt auch in der Wei­se, dass die Sa­che des Be­stel­lers als Haupt­sa­che an­zu­se­hen ist.
  6. Der Be­stel­ler ver­wahrt das Al­lein­ei­gen­tum oder das Mit­ei­gen­tum für den Lie­fe­ran­ten. Er hat es ge­gen die üb­li­chen Ge­fah­ren wie z. B. Feu­er, Dieb­stahl, Was­ser und ähn­li­ches in ge­bräuch­li­chem Um­fang zu ver­si­chern. Dies gilt auch für den Trans­port der Vor­be­halts­wa­re. Der Be­stel­ler tritt dem Lie­fe­ran­ten be­reits jetzt sei­ne Ent­schä­di­gungs­an­sprü­che, die ihm aus Schä­den der ge­nann­ten Art ge­gen Ver­si­che­rer oder sons­ti­ge Drit­te zu­ste­hen, in Hö­he des Rech­nungs­wer­tes ab. Der Be­stel­ler un­ter­rich­tet den Lie­fe­ran­ten bei Ver­lust, Un­ter­gang oder Be­schä­di­gung der Vor­be­halts­wa­re un­ver­züg­lich und stellt ihm die be­tref­fen­den Scha­dens­un­ter­la­gen und Scha­dens­gut­ach­ten nebst Ver­si­che­rungs­schein und Si­che­rungs­schein zur Ver­fü­gung.
  7. Der Lie­fe­rant ver­pflich­tet sich, auf Ver­lan­gen des Be­stel­lers die ihm zu­ste­hen­den Si­cher­hei­ten in­so­weit frei­zu­ge­ben, als ihr Wert die zu si­chern­den For­de­run­gen um mehr als 10 % über­steigt.
  8. Für den Fall, dass die­se Lie­fer­be­din­gun­gen nicht wirk­sam ver­ein­bart wor­den sind, er­folgt die Über­eig­nung der Wa­re je­weils un­ter der auf­schie­ben­den Be­din­gung der voll­stän­di­gen Be­zah­lung des Rech­nungs­be­tra­ges.

 

VII. Män­gel­ge­währ­leis­tung

  1. Der Be­stel­ler hat die Ob­lie­gen­hei­ten des § 377 HGB zu be­ach­ten. Bei An­lie­fe­rung er­kenn­ba­rer Män­gel müs­sen zu­dem dem Trans­port­un­ter­neh­men ge­gen­über ge­rügt und die Auf­nah­me der Män­gel von die­sem ver­an­lasst wer­den. Män­gel­rü­gen müs­sen ei­ne nach Kräf­ten zu de­taillierende Be­schrei­bung des Man­gels ent­hal­ten. Ei­ne nicht frist­ge­rech­te Rü­ge schließt jeg­li­chen An­spruch des Be­stel­lers aus.
  2. Mit Be­ginn der Ver­ar­bei­tung, Be­ar­bei­tung, Ver­bin­dung oder Ver­mi­schung mit an­de­ren Sa­chen gilt die ge­lie­fer­te Wa­re als ver­trags­ge­mäß vom Be­stel­ler ge­neh­migt. Ent­spre­chen­des gilt im Fal­le der Wei­ter­ver­sen­dung vom ur­sprüng­li­chen Be­stim­mungs­ort.
  3. Un­se­re Haf­tung für Pflicht­ver­let­zun­gen we­gen Sach­män­geln ist aus­ge­schlos­sen, so­weit Män­gel und da­mit zu­sam­men­hän­gen­de Schä­den nicht nach­weis­bar auf feh­ler­haf­tem Ma­te­ri­al, feh­ler­haf­ter Kon­struk­ti­on oder man­gel­haf­ter Aus­füh­rung oder man­gel­haf­ter Mon­ta­ge­an­lei­tung be­ru­hen. Ins­be­son­de­re ist die Ge­währ­leis­tung und Haf­tung aus­ge­schlos­sen fr die Fol­gen feh­ler­haf­ter Be­nut­zung (ins­be­son­de­re bei nicht dem Stand der Tech­nik ent­spre­chen­der Mon­ta­ge oder Mon­ta­ge ent­ge­gen der Mon­ta­ge­an­lei­tung) oder na­tür­li­cher Ab­nut­zung der Wa­re, über­mä­ßi­gem Ein­satz oder un­ge­eig­ne­ter Be­triebs­mit­tel so­wie die Fol­gen phy­si­scher, che­mi­scher oder elekt­ri­scher Ein­flüs­se, die nicht den vor­ge­se­he­nen, durch­schnitt­li­chen Stan­dar­dein­flüs­sen ent­spre­chen.
  4. Et­wai­ge Rück­griffs­an­sprü­che des Be­stel­lers im Fall der Wei­ter­ver­äu­ße­rung der Wa­re be­ste­hen ge­gen den Lie­fe­ran­ten nur in­so­weit, als der Be­stel­ler mit sei­nem Ab­neh­mer kei­ne über die ge­setz­li­chen Män­gel­an­sprü­che hi­naus­ge­hen­den Ver­ein­ba­run­gen ge­trof­fen hat.
  5. Die Ver­jäh­rungs­frist für Män­gel­an­sprü­che be­trägt 12 Mo­na­te. Dies gilt nicht bei Bau­ver­trä­gen, bei Sa­chen, die ent­spre­chend ih­rer üb­li­chen Ver­wen­dungs­wei­se für ein Bau­werk ver­wen­det wor­den sind und des­sen Man­gel­haf­tig­keit ver­ur­sacht ha­ben, bei An­sprü­chen we­gen Ver­let­zung von Le­ben, Kör­per und Ge­sund­heit so­wie im Fall des grob fahr­läs­si­gen Ver­hal­tens des Lie­fe­ran­ten. Die Ver­jäh­rungs­frist für Män­gel­an­sprü­che be­ginnt für den Lie­fer­teil mit Ge­fah­rü­ber­gang, für die Mon­ta­ge­leis­tung mit er­folg­ter oder als er­folgt zu gel­ten­der Ab­nah­me.
  6. Die vor­ste­hen­den Re­ge­lun­gen des Ab­schnitts VII. 5. gel­ten nicht für den Ver­kauf be­reits ge­brauch­ter Ge­gen­stän­de; die­se wer­den un­ter Aus­schluss jeg­li­cher Män­gel­an­sprü­che ge­lie­fert. Die vor­ge­nann­te Ein­schrän­kung der Ver­jäh­rung bei ge­brauch­ten Ge­gen­stän­den gilt nicht bei An­sprü­chen we­gen Ver­let­zung von Le­ben, Kör­per und Ge­sund­heit so­wie im Fall des grob fahr­läs­si­gen Ver­hal­tens des Lie­fe­ran­ten.

 

VI­II. Schutz­rech­te

  1. So­fern ein Drit­ter we­gen der Ver­let­zung von Schutz­rech­ten durch die vom Lie­fe­ran­ten er­brach­te ver­trags­ge­mä­ße Lie­fe­rung ge­gen den Be­stel­ler be­rech­tig­te An­sprü­che er­hebt, haf­tet der Lie­fe­rant ge­gen­über dem Be­stel­ler in­ner­halb der in Ab­schnitt VII. 5. be­stimm­ten Frist wie folgt:
    • Der Lie­fe­rant wird nach sei­ner ei­ge­nen Wahl auf sei­ne Kos­ten ent­we­der ein Nut­zungs­recht er­wir­ken, den Lie­fer­ge­gens­tand so än­dern, dass das Schutz­recht nicht ver­letzt wird, oder ihn aus­tau­schen. 
    • Soll­te dem Lie­fe­ran­ten dies nicht zu an­ge­mes­se­nen Be­din­gun­gen mög­lich sein, ste­hen dem Be­stel­ler die ge­setz­li­chen Rück­tritts- oder Min­de­rungs­rech­te zu. Er­satz für ver­geb­li­che Auf­wen­dun­gen kann der Be­stel­ler nicht ver­lan­gen.
    • Scha­dens­er­satz­an­sprü­che be­ste­hen nach Maß­ga­be des Ab­schnitts IX.
    • d) Die vor­ge­nann­ten Ver­pflich­tun­gen des Lie­fe­ran­ten be­ste­hen nur, so­weit der Be­stel­ler den Lie­fe­ran­ten über die vom Drit­ten gel­tend ge­mach­ten An­sprü­che un­ver­züg­lich un­ter­rich­tet, ei­ne Ver­let­zung nicht an­er­kennt und dem Lie­fe­ran­ten al­le Ge­gen­maß­nah­men und Ver­gleichs­ver­hand­lun­gen vor­be­hal­ten. Wird die Nut­zung der Lie­fe­rung aus scha­dens­min­de­rungs- oder an­de­ren wich­ti­gen Grün­den vom Be­stel­ler ein­ge­stellt, ist der Be­stel­ler ver­pflich­tet, dass die Nut­zungs­eins­tel­lung nicht mit ei­ner An­er­ken­nung der Schutz­rechts­ver­let­zung ver­bun­den ist.
  2. An­sprü­che des Be­stel­lers sind aus­ge­schlos­sen,
    • wenn er die Schutz­rechts­ver­let­zung zu ver­tre­ten hat, oder
    • wenn die Schutz­rechts­ver­let­zung durch be­son­de­re Vor­ga­ben des Be­stel­lers, durch ei­ne vom Lie­fe­ran­ten nicht vor­her­seh­ba­re An­wen­dung oder da­durch ver­ur­sacht wird, dass die Lie­fe­rung vom Be­stel­ler ver­än­dert oder zu­sam­men mit nicht vom Lie­fe­ran­ten ge­lie­fer­ten Pro­duk­ten ein­ge­setzt wird.

 

IX. Scha­dens­er­satz­an­sprü­che

  1. An­sprü­che des Be­stel­lers ge­gen den Lie­fe­rant und sei­ne Er­fül­lungs­ge­hil­fen auf Scha­dens­er­satz sind aus­ge­schlos­sen; dies gilt nicht für Schä­den aus der Ver­let­zung des Le­bens, des Kör­pers oder der Ge­sund­heit. Im Üb­ri­gen gilt der Haf­tungs­aus­schluss dann nicht, wenn der Scha­den auf ei­ner grob fahr­läs­si­gen Pflicht­ver­let­zung des Lie­fe­ran­ten oder ei­nes sei­ner ge­setz­li­chen Ver­tre­ter oder Er­fül­lungs­ge­hil­fen ba­siert.
  2. Der Haf­tungs­aus­schluss gilt schließ­lich für den Fall nicht, dass Schä­den zu­rück­zu­füh­ren sind auf die Ver­let­zung we­sent­li­cher Pflich­ten des Lie­fe­ran­ten. In die­sem Fall haf­tet der Lie­fe­rant für Schä­den al­ler­dings nur bis zu der Hö­he wie die­se bei Ver­trags­ab­schluss oder Ver­trags­ver­hand­lung als mög­li­che Fol­ge der Pflicht­ver­let­zung vo­raus­seh­bar war oder un­ter Be­rück­sich­ti­gung der Um­stän­de, die der Lie­fe­rant kann­te oder ken­nen muss­te, vo­raus­seh­bar war.
  3. We­sent­li­che Pflich­ten sind sol­che Ver­pflich­tun­gen, die ver­trags­we­sent­li­che Rechts­po­si­tio­nen des Be­stel­lers schüt­zen, die ihm der Ver­trag nach sei­nem In­halt und Zweck ge­ra­de zu ge­wäh­ren hat. We­sent­lich sind fer­ner sol­che Ver­trags­pflich­ten, de­ren Er­fül­lung die ord­nungs­ge­mä­ße Durch­füh­rung des Ver­tra­ges über­haupt erst er­mög­licht und auf de­ren Ein­hal­tung der Be­stel­ler re­gel­mä­ßig ver­traut hat und ver­trau­en darf.
  4. Die zwin­gen­de Haf­tung nach den Be­stim­mun­gen des Pro­dukt­haf­tungs­ge­set­zes bleibt eben­falls un­be­rührt.
  5. Ei­ne Um­kehr der Be­weis­last ist mit den vor­ste­hen­den Re­ge­lun­gen des Ab­schnitts XI. nicht ver­bun­den.

 

X. Ga­ran­tien

  1. Ga­ran­tieversprechen sind nur in schrift­li­cher Form wirk­sam.
  2. An­ga­ben in Pros­pek­ten, Da­ten­blät­tern und sons­ti­gen Druck­schrif­ten so­wie all­ge­mei­ne Wer­be­aus­sa­gen stel­len kein An­ge­bot auf Ab­schluss ei­ner Ga­ran­tie­ver­ein­ba­rung dar.

 

XI. Ge­richts­stand

  1. Für al­le Rechts­be­zie­hun­gen aus die­sem Ver­trag ist der Sitz des Lie­fe­ran­ten. Die­ser ist je­doch be­rech­tigt, Kla­ge auch am Be­sitz des Be­stel­lers zu er­he­ben.
  2. Es gilt für al­le ver­trag­li­chen Be­zie­hun­gen zwi­schen dem Lie­fe­ran­ten und dem Be­stel­ler deut­sches Recht. Das UN-Kauf­recht (CISG) ist aus­ge­schlos­sen.
  3. So­fern ein­zel­ne Punk­te die­ses Ver­tra­ges recht­lich un­wirk­sam sind, bleibt der Ver­trag in sei­nen üb­ri­gen Punk­ten ver­bind­lich; es sei denn, das Fest­hal­ten an dem Ver­trag be­deu­tet für ei­ne an­de­re Par­tei ei­ne un­zu­mut­ba­re Här­te.
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